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Das ehemalige Hamburger Elbwasserfilterwerk Kaltehofe:
1000 Meter oberhalb der Elbbrücken befindet sich die im
Hintergrund sichtbare, künstlich geschaffene Halbinsel Kaltehofe.
Sie liegt zwischen Norderelbe und der Billwerder Bucht, gehört
zum Stadtteil Hamburg Rothenburgsort und war bis 1989 Sitz eines
Filterwerks für die Wasserproduktion. Das Wasserwerk ging 1894, im
zweiten Jahr nach der Hamburger Cholera, in Betrieb. In 26 Sandfilterbecken
wurde hier das Elbwasser gereinigt,
bevor es über den Wasserturm
in das städtische Leitungsnetz
gepumpt wurde.
Im Februar 1989 wurde das Werk stillgelegt,
da das Elbwasser
gesundheitlich
nicht mehr
zumutbar war.

Die Halbinsel
hat die letzten 15 Jahre
fast unberührt
überdauert und besticht
zum einen
durch
ihren Wert als Industriedenkmal,
da sowohl die alten
Filterbecken samt
historischen Pumphäuschen,
als auch die daran gebundenen
architektonischen Strukturen fast
vollständig erhalten sind.

Kaltehofe besitzt jedoch mittlerweile auch
den Charakter eines im ökologischen wie
naturschutzrelevanten Sinne schutzwürdigen
Areals. Fauna und Flora weisen im limnischen wie
terrestrischen Bereich inzwischen einige seltene
Arten auf. Vor dem Hintergrund der neuen
FFH Richtlinien sollte das Areal Kaltehofe mit dem sich
daran anschließenden, derweil größten
Süßwasserwatt Hamburgs und seinen seltenen Vogelarten
eine neue Bewertung erfahren.
Der Schutz der Gesamtanlage liegt also wegen der umfassenden
regionalhistorischen wie naturschutzrechtlichen Bedeutung im
öffentlichen Interesse.
In einem Agenda 21 Prozeß
soll das Gebiet nun auf der Basis von Prinzipien wie
Partizipativität und Nachhaltigkeit mit den beteiligten Parteien
wie Industrieanrainern und Anwohnern entwickelt werden.
Weitere Informationen:
Gutachten des Denkmalschutzamtes
www.hwo-digital.de/kaho/kahobase
www.abendblatt.de
www.karo4tel.de/kaltehofe
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